URL-Design statt “Scheiß SEO immer”

Generell finde ich ja auch, das diesem SEO-Kram viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich weiß nix, kann nix und funktionieren tut meine Website auch nicht, aber in Google will ich ganz oben sein. Wenn manche Website-Betreiber auf die restlichen wichtigen Sachen so viel Wert legen würden wie auf das SEO, dann wäre das Web ein besserer Ort und alle wären glücklicher.

Spiegel Online hat sich auch Gedanken über SEO und URL-Design gemacht. Die Artikel haben dort Nummern. Unter

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-864555.html

ist irgendein Artikel zu finden. Der Titel wird dann aber noch mal in die URL reingepackt, so dass die URL

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-der-swp-warnt-vor-deutscher-dschihad-propaganda-im-internet-a-864555.html

lautet.

Fefe setzt ja ab und zu Links auf SpOn. Zum Beispiel unter http://blog.fefe.de/?ts=ae6f0813 verlinkt er auf einen Artikel. Wenn mich interessiert, auf was er da verlinkt, dann schaue ich, auf was für eine URL er da verlinkt. Und was muss ich sehen?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/scheiss-seo-immmer-a-864555.html

Oh! Ein Rant über SEO bei SpOn! Das muss ich mir doch gleich mal angucken!

Was ist passiert? SpOn hat sich über URL-Design Gedanken gemacht. Das URL-Design ist für die Benutzer (mich) gut – und für Suchmaschinen auch. Fefe macht sich über viele Dinge Gedanken, aber über URL-Design offenbar nicht. Das hindert ihn aber nicht daran, die Bemühungen von SpOn als “Scheiß SEO immer” und “asoziales Schmarotzertum” zu verurteilen und dabei den Benutzer völlig außer Acht zu lassen.

  • Er hat es offensichtlich nicht verstanden
  • ist aber trotzdem dagegen
  • beschimpft Andere
  • …und ich muss drunter leiden

Ich klicke auf den Link und lande bei einem Artikel, den ich gar nicht erwartet habe und der mich gar nicht interessiert. Diese “Scheiß Seo”-URLs sind ein Pamphlet gegen die verlinkten Inhalte, welches auf meine Kosten geht. Wer ist da der asoziale Schmarotzer?

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